The Boy Is Mine

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boymineCaro stand 1982 an einem musikalischen Scheideweg. In Deutschland wurden über Nacht deutsche Tugenden und Liedgut wiederentdeckt. Aufbruchstimmung herrschte im ganzen Land. Getanzt wurde nicht mehr nach den angloamerikanischen Vorbildern, sondern nach dem „Mussolini“, „Da Da Da “ und mit dem „ Komissar“. Man schwebte in „Dreiklangdimensionen“ und irgendwie war alles „Nur geträumt“. Deutschstämmig englischsprachige Sänger hatten es daher im Markt sehr schwer und so wurde Caro gebeten ebenfalls mit auf diesen Zug aufzuspringen wo sie sich allerdings gegen verweigerte.

Turn It Off (Loznetto)
Every Kind Of People (A. Frazer)
Only The Hurt (Nic Trevisck)
The Cat (Caro)
Neighbours (Caro)
Dixie Lane (Chr. Kolonovitz)
Met You Under Water (Möhrle, Kolonovitz,
Logo, Unwin, Roselund)
Good Morning (Caro, Bull, Curnow, Holiday)
Waiting (Peter Crosbie)
Lifewire (Tony Carey)
Nights In Soho(Caro)
Musiker
Vocals: Caro
Guitar: Richard Bull
Drums: Martin Broad
Keyboards: Ian Curnow
Bass: John Holiday
Percussion: Jody Linscott
Backing Vocals: Ian Curnow, John HolidayRecorded at Marquee Studio London, by Simon Hanhart

Produced by Nick Tauber
Executive Producer: Rainer Portner

Caro stand 1982 an einem musikalischen Scheideweg. In Deutschland wurden über Nacht deutsche Tugenden und Liedgut wiederentdeckt. Aufbruchstimmung herrschte im ganzen Land. Getanzt wurde nicht mehr nach den angloamerikanischen Vorbildern, sondern nach dem „Mussolini“, „Da Da Da “ und mit dem „ Komissar“. Man schwebte in „Dreiklangdimensionen“ und irgendwie war alles „Nur geträumt“. Deutschstämmig englischsprachige Sänger hatten es daher im Markt sehr schwer und so wurde Caro gebeten ebenfalls mit auf diesen Zug aufzuspringen wo sie sich allerdings gegen verweigerte.

Sie packte ihre Koffer, ging nach London ins Marquee Studio und spielte unter Regie von Nick Tauber ihre dritte Produktion ein. An ihrer Seite befanden sich ausschließlich englische Studiomusiker wie Richard Bull (Guitar), Ian Curnow (Keys), John Holiday (Bass) und Martin Broad (Drums). Caro hatte eine Handvoll Songs im Gepäck darüber hinaus griff man auf Liedgut von Christian Kolonovitz und Tony Carey zurück die schon auf „Wanderlust“ ihren Teil dazu beigetragen haben.

Musikalisch orientierte sich die Band am englischen New Wave. Alles schien dunkler, wirkte direkter, einfach schwärzer. Es entstand ein Werk mit Höhen und Tiefen. Unter Zeitdruck innerhalb sechs Wochen zügig eingespielt. Vielleicht zu zügig, denn Caro war mit dem Endergebnis nicht wirklich zufrieden. Sie wollte ihre Gesangsspuren gern ein zweites Mal aufnehmen, doch dazu reichte das Budget nicht mehr.

Höhepunkte sind sicherlich die straight gespielten Up-Temponummern „Only The Hurt“ und das stark an „Grace Jones“ erinnernde „Turn It Off“, sowie die traurigen Balladen „Waiting“, „The Cat“ und das augenscheinlich einem Film Noire entsprungene „Nights In Soho“. Lieder mit Tiefgang, wie das prophetische „Met You Under Water“.
So war es dann auch. Die Scheibe viel wie ein Stein ins Wasser. Es wurden kaum noch über 15.000 Einheiten abgesetzt. Schnell entwickelte sich die LP zu einer gesuchten Rarität. Käufer die überhaupt ein Exemplar fanden durften sich glücklich schätzen.

tbimus

Zurück in Deutschland gab es kaum noch Mediaecho. Die eine oder andere Plattenkritik vielleicht, einen TV Auftritt mit „Waiting“ bei „Bananas“ und eine angesetzte Clubtour die zu dem noch ins Wasser fiel. Caro entschied sich den Kontrakt mit WEA aufzulösen. Tauschte ihren Plattendeal über 4 Produktionen gegen die Rechte an „The Boy Is Mine“ und verschwand über den großen Ozean nach Amerika.

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