Plattenladenwoche : Schlimmer Sound verdirbt Eröffnung

Das Eröffnungsevent der Plattenladenwoche 2013 mit vielen tollen Künstlern wurde durch den schlimmen Sound am Abend verdorben. Besonders Caro Josée, Jacob Karlzon und Jocelyn B. Smith hatten sehr darunter zu leiden.

Bei Stefan Gwildis hingegen, der als erste auftrat, war nicht viel davon zu merken. Er legte ein völlig professionelles Set hin, unterlegt mit humorösen Anekdoten über die dunkle Seite von Heinz Erhardt, dessen Text sich in einem Lied „Der Einsame“ wiederfindet. Kein Zweifel, Stefan hat eine tolle Stimme und eine großartige Aura, und er weiß wie er sein Publikum behandeln muss. Tolle Show! – allerdings sagen mir persönlich die ins Deutsche übertragenen Englischen Standards nicht zu.

Caro Josée trat erstmals als Quartett mit Patrick Pagels, Gerold Donker und Clemens Rating auf und hatte gleich mit der Technik zu kämpfen. Insgesamt wirkte der Zusammenspiel der Instrumente gar nicht, die Gitarre von Clemens war zu laut, der Contrabass zu leise. Und so kämpften sie sich tapfer durch das Programm, um den wohl verdienten Applaus in Empfang zu nehmen. (Setlist: La Terrazza, It’s Impossible, If There’s A Heaven, Mon Lisa Liut, Mr. Django, Bouillebaisse)

Ich weiss nicht warum wir einen Sound Check gemacht haben, wenn sowieso alles nachher weg ist
(auf dem Event gehört)

Teufelspianist Jacob Karlzon reiste mit seinen Mannen extra aus Schweden an, um die Zuschauer mit seinem Klavierspiel zu begeistern. Leider stand aber hier das Schlagzeug teilweise im Wege, das viel zu laut war und alles andere überspielte. Auch wenn ich als alter Drummer sein hervorragendes Spiel anerkennen muss, es war einfach zu viel. Nervig auch das Geschnatter des Publikums während der ruhigeren Passagen. Trotzdem wusste Jacob sehr zu gefallen, seine virtuosen Spielweise wurde mit Jubelrufe quittiert!

Schade: Der anfangs gut gefüllte Saal entleerte sich nach dem Auftritt von Stefan Gwildis zusehends (ob es taktisch klug war, ihn als Erstes auftreten zu lassen?), und bis zum Auftritt von Jocelyn gegen 23 Uhr war er noch nicht mal mehr halbgefüllt. Ob dies am schlimmen Sound lag, oder am Mangel an Sitzplätzen (wie in einem Beitrag auf Facebook suggiert) sei dahingestellt. Auf jeden Fall eine Respektlosigkeit an den übrigen Künstlern!

Tolle Idee: Jocelyn trat mit Mit-Dozenten der Hochschule der Populärer Künste Berlins auf.

Wer gedacht hätte, dass man im Laufe des Abends die technische Probleme im Griff bekommen würde, sah sich getäuscht. Jocelyn war leider fast nicht zu hören, ein Zustand, der sich im Laufe ihres Sets etwas besserte. Nichtsdestotrotz war es aufgrund der hohen Erwartungen sehr enttäuschend. Jocelyn spielte einige Songs von ihrer aktuellen CD „Here I Am“. Unter anderem Honest song, What Are We Doing Here und Meadows wären hervorzuheben. Trotz des schlechten Sounds wurde sie frenetisch bejubelt

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