Loth Milz – launige Grooves ohne Laberei

 

Aus der breiten Deutschmusik-Szene schmunzelt uns jetzt ein herausragendes neues Projekt entgegen: Loth Milz hat nach seiner Single „Lebst Du noch oder siezt man Dich schon“ sein Album „Schön für Dich wenn‘s stimmt“ fertigstellt. Es erscheint am 15. April 2016 unter seinem Label „elbwärts“.

Texte und Musik haben eines gemeinsam: launiger Grooves gemixt mit nachdenklichen Zeilen zum Zwinkern. Neun einzigartige Songs sind entstanden. Die klaren Botschaften zeigen, dass hinter vermeintlich feinen Fassaden oft eben doch nicht alles „im Loth“ ist. Selbstlüge und Vertuschung tauchen täglich auf – Loth Milz lässt uns teilhaben an seiner entlarvend-launigen Entdeckungsreise.

Die neun Songs entstanden unter kreativ-coolen Bedingungen mit Hilfe eines mobilen Recording-Systems; an neun Freitagen im Winter 2014/15 in einer mit Gasflaschen beheizten kleinen Holzhütte, nahe der Elbe in den Hamburger Viermarschlanden.

„Gegen 18 Uhr startete ich die Gasheizung, entkorkte eine Flasche Rotwein und entschied mich für einen der Textentwürfe“, erinnert sich Loth. „Die Temperatur in der Hütte betrug ca. 8 Grad. Mit Schlagzeug und Bass ging es los und gegen 21 Uhr stand meist der Groove und das Grundgerüst des Songs. Die Temperatur betrug mittlerweile 15 Grad. Anschließend folgten die Keyboards, Gitarren etc… Gegen 2 Uhr war die Gasflache der Heizung noch halbvoll, die Flasche Rotwein bestenfalls halbleer. Zeit für die Vocals, eventuell noch ein Solo und ein paar fills. Gegen 3:30 ging dann nichts mehr.“

Später haben noch befreundete Musikerinnen wie die Sängerin Nina Maleika oder die Bassistin Lisa Wulff Parts hinzugefügt. Seine ursprüngliche Überlegung, die Vocals und einige weitere übernächtigte Passagen später gegen frische auszutauschen, hat Loth schnell wieder fallen gelassen. „Es war unmöglich wieder in diese besondere Stimmung hereinzukommen. Es sollte alles so bleiben wie es war. Auch die sprachlichen Auffälligkeiten: Korrekt, ich bin Rheinländer. Na und?!“

Unüberhörbar: Loth liebt es, Geschichten zu erzählen und wenn man ihm die Tür aufmacht, dann geht er tief. Mal ironisch (Lebst Du noch oder siezt man Dich schon?, Was ist bloß los hier), liebevoll (Kribbeln im Bauch, Eine gute Zeit) oder nachdenklich (Ein falscher Freund, Damboé). Seine Helden sind zwar oft nur die zweiten Sieger, aber wer weiß schon, wer am Ende vorne steht!

Musikalisch lässt Loth sich nicht festzurren. Genre-Grenzen interessieren ihn nicht. Von Hip Hop und Rock über Pop bis Jazz kommt fast jede Stilrichtung zum Tragen. Musikpapst Peter Urban hat erkannt: „Mich erinnert das irgendwie an Filmmusik. Da hört man, dass der Text zuerst da war!“

All das macht Lust auf Loth. Also auflegen und mitsingen! Frei nach dem Motto: „Unser täglich Loth gib uns heute“.

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