Caro

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caroNach dem großen Erfolg von „It’s Nothing But Higher“ erhielt Caro mehrere lukrative Major-Angebote. Zuschlag erhielt die WEA, Tochter des amerikanischen Mutterkonzerns „Warner Bros.“, die bekannt dafür waren Künstlerorientiert zu denken. Nicht zuletzt stand Warner seit Anfang der 70er bis Mitte der 80er für eine Vielzahl an hochkarätigen Singer und Songwriter Verpflichtungen. Die Voraussetzungen schienen somit die Besten.

Trackliste

Wanderlust (Tony Carey)
My Boy (Caro Tollenaar) – dedicated to Christian Kolonivitz
Be Somebody (Christian Kolonovitz)
Don’t Knock The Rock (Brad Howell)
Big Talkin’ (Chr. Kolonovitz/B. Howell)
See You Next Time (Tony Carey)
Lady of High Society (Brad Howell)
Volcano (Tony Carey)
I Just Wanna Feel Good (J. Daansen/C. Tollenaar)
Seems Like Yesterday (C. Tollenaar)
Far From Home (C. Tollenaar)
My Kind of Life(Chr. Kolonovitz/C. Tollenaar)

Musiker

Christian Kolonovitz – Keyboards
Hartmut Pfannmüller – drums & percussion
Johann Dannsen – guitar, bass
Reinhard Besser – guitar, bass
Christian Felke – saxophone

Credits

Cover illustration: Peter Malz
Lettering: Roland Schmidt

Aufgenommen im Hotline Studios, Frankfurt und Soundstudio Löwengasse

Produced by Peter Hauke

Rezension

Nach dem großen Erfolg von „It’s Nothing But Higher“ erhielt Caro mehrere lukrative Major-Angebote. Zuschlag erhielt die WEA, Tochter des amerikanischen Mutterkonzerns „Warner Bros.“, die bekannt dafür waren Künstlerorientiert zu denken. Nicht zuletzt stand Warner seit Anfang der 70er bis Mitte der 80er für eine Vielzahl an hochkarätigen Singer und Songwriter Verpflichtungen. Die Vorraussetzungen schienen somit die Besten. Nicht zuletzt hatte Caro einen Plattendeal über drei Veröffentlichungen in der Tasche. Diesmal sollte von vornherein der Plattenmarkt bewusst erobert, und alles richtig gemacht werden. Finanziell abgesichert ging es gleich in die Frankfurter „Hotline-Studios“ unter Regie von Peter Hauke. An Caros Seite befanden sich neben ex. „Rainbow“ Pianist Tony Carey, die Creme de la Creme der Frankfurter Studiomafia: Christian Kolonovitz (Keyboards), Hartmut Pfannmüller (Drums), Johann Daansen (Guitars), Reinhard Besser (Bass) und Christian Felke (Saxophone).

Anfänglich bildeten Tony Carey und Caro Tollenaar ein festes kompositorisches Team, in dem nicht nur Eigen- sondern auch Fremdkompositionen erarbeitet werden sollten. Die Klaviatur bewegte sich zwischen rockigen Nummern und balladesken Singer & Songwriter orientierten Westcoast-Tracks. Während der Produktion gab es jedoch zwischen den Beiden musikalische Differenzen, und so sprang Christian Kolonovitz ein, um gemeinsam mit Caro das Schiff auf Kurs zu bringen.

Caro befand sich auf ihrer zweiten Produktion in absoluter Hochform. Ihre ausdrucksstarke Stimme kam in jedem Track, ob Ballade, Blues oder fetzigem Rocker intensiv zum tragen. Mit „Wanderlust“ eröffnet gleich ein absoluter R&B Kracher das Album, wo selbst das steifste Holzbein anfängt zu zappeln. Ein klasse Ohrwurm, voller guter Laune, getragen von schwebenden Keyboards und eingängigem Refrain. Man hat das Gefühl auf einer fröhlichen Party mit den besten Freunden abzuhängen, auf der sich zum Glück mal einer Gedanken über eine sinnvolle Beschallung gemacht hat.

Kaum ist das Wanderlied verklungen kommt „My Boy“ um die Ecke und sorgt für Ekstase.

In „Be Somebody“ wirft Caro ihr ganzes stimmliches Können in die Waagschale, als sänge sie um ihr Leben. In der ersten Strophe versucht sie den Zuhörer à la Van Morrison einzuschmeicheln, während sie in der zweiten Strophe ihrer Stimme eine erotische Tiefe verleiht, die zum Ende des Stückes kraftvoll explodiert. Und so folgt ein Kracher auf dem anderen:

„Big Talkin´“, Lady Of High Society“ und „Volcano“ sind einfach nur cool und rocken, während Songs wie „See You Next Time“ oder „Seems Like Yesterday“ Caros emotionalste Seite zum tragen bringen.

Ein weiterer Highlight ist sicherlich „Far From Home“. Eine vom Piano getragene autobiografische Eigenkomposition voller Tiefe und Herzschmerz, als sei der Song dem Finale eines Godard-Film entsprungen.

Christian Kolonowitz gelang letztendlich gemeinsam mit Caro ein hervorragender Spagat zwischen rockigen Nummern und bezaubernden Balladen, die jedes Fanherz zum schmelzen bringen. Der Titeltrack „Wanderlust“ ist vielen Musikliebhabern stets noch in freudiger Erinnerung, und sorgt nach wie vor für allerbeste Laune. Es ist schon schade, dass Caro trotz großer Media und TV Präsenz mit „Wanderlust“ ihren Erfolg nicht weiter ausbauen konnte, obwohl sie mit dem Werk viele neue Fans hinzu gewonnen hat.

Nach erscheinen der LP ging sie auf eine ausgedehnte Clubtour durch Deutschland. Mit an Bord waren Jürgen Zöller (heute Drummer von BAP), Fredl Petz (Bass), Jo Heuser (Keyboards), Christian Felke ( Saxophone) und Reinhard Besser (Guitar).

Kaum zu glauben, die Scheibe ist immer noch nicht auf CD veröffentlicht worden, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zu letzt. R.B.

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